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Mittwoch, 9.3.2011

Schweiz reagierte nicht auf Mafia-Haftbefehl

In einer internationalen Razzia sind über 40 Personen verhaftet worden, die der kalabresischen Mafia 'Ndrangheta angehören sollen. Die Behörden in der Schweiz haben auf einen entsprechenden Haftbefehl offenbar bisher nicht reagiert.

Den italienischen Carabinieri ist erneut ein Schlag gegen die kalabresische Mafia-Organisation 'Ndrangheta gelungen.

45 Männer aus Italien, aber auch Australien, Kanada und Deutschland sind den Ermittlern ins Netz gegangen. Auch gegen einen in der Schweiz lebenden mutmasslichen Mafioso haben die italienischen Ermittler einen Haftbefehl ausgestellt. Doch die Schweizer Behörden haben darauf noch nicht reagiert.

Mutmassliche Maifa-Bosse verhaftet
Die Verhaftung der mutmasslichen Mafiamitgliedern auf drei Kontinenten zeige, wie weit verzweigt die kalabresische Mafiaorganisation auf der ganzen Welt sei, sagte Giuseppe Pignatone, Leitender Anti-Mafia-Staatsanwalt in Reggio Calabria. Den Ermittlern sind zum Teil ranghohe Mafia-Mitglieder ins Netz gegangen. In Frankfurt wurde der mutmassliche Chef verhaftet, der die Aktivitäten in Deutschland koordiniert. In der australischen Stadt Stirling führte die Polizei den ehemaligen Bürgermeister der Stadt ab. Er stammt aus Kalabrien und war als junger Mann nach Australien ausgewandert.

Spuren in die Schweiz
Die Ermittlungen hätten auch gezeigt, dass es einen Gebietsstreit zwischen einem Clan in der Schweiz und einem im deutschen Singen gegeben habe, sagte Staatsanwalt Pignatone auf Anfrage von Schweizer Radio DRS. Der Schweizer Clan hat nach Angaben von italienischen Medien seinen Sitz in Frauenfeld.

Noch keine Antwort aus der Schweiz
Staatsanwalt Pignatone bestätigte, dass man ein Gesuch gestellt habe für die Verhaftung eines Italieners, der in der Schweiz lebe. Während die Deutschen auf ihrem Gebiet aktiv geworden seien, warte man noch auf eine Antwort aus der Schweiz.

Wer ist zuständig?
Beim Bundesamt für Polizei in Bern heisst es, die Bundesanwaltschaft sei zuständig für diesbezügliche Fragen. Die Bundesanwaltschaft ihrerseits liess ausrichten, sie sei an der Aktion nicht beteiligt gewesen. Der Sprecher des Justizdepartements erklärte, er könne erst Auskunft geben, wenn ihm der Name des zu Verhaftenden bekannt gegeben werde.

Giuseppe Pignatone erklärte dazu, er werde den Namen den Medien sicher nicht bekannt geben. (luek, agom)

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Dienstag, 8.3.2011

Grossrazzia gegen Mafia – auch am Bodensee

Bei einer Razzia auf drei Kontinenten haben Antimafia-Ermittler mehr als 40 mutmassliche Mitglieder der kalabresischen 'Ndrangheta verhaftet – fünf davon bei Konstanz nahe der Grenze zur Schweiz.  Mehr


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