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15.11.2010

Film-Tipp: Harry November

Das siebte Potter-Buch «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» kommt in zwei Teilen in die Kinos. Am 18. November geht es mit dem ersten Teil los, der noch düsterer als seine Vorgängerfilme ist. Novemberstimmung auf der ganzen Linie.

Hokuspokus muss sein: Harry zaubert im Lift des Zaubereiministeriums. (Fox Warner)

Die Krux des Films ist, dass Harry, Ron und Hermine fast zweieinhalb Stunden lang Horkruxe suchen. Sie wollen diese magischen Gegenstände zerstören, weil dadurch Oberfiesling Voldemort geschwächt wird. Und damit ist die Handlung auch schon erklärt.

Sicher, es gibt noch die eindrücklichen Szenen, die mit deutlichen Verweisen zum Dritten Reich zeigen, wie die Vollblut-Magier die Macht an sich reissen und alle Halbblut-Magier aus dem Verkehr ziehen.

Im nebligen Potter-Land
Dennoch machen sich langsam Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Nicht bei den Filmemachern, die nach wie vor Top-Bilder liefern, aber beim Filmkritiker. Zumal in dieser Episode das Abkupfern aus «Herr der Ringe» etwas gar auffällig ist.

Allerdings muss ich fairerweise zugeben, dass auch der siebte Potter-Film trotz einiger Längen noch gut unterhält. Es gibt andere 90-minütige Filme, die mir viel länger vorkamen als diese 143 Minuten im nebligen Potter-Land.

Kaputter Zauberstab
Dabei ist dieser Potter-Film der wohl sprödeste von allen. Keine Quiditch-Turniere, keine lustigen Streiche der Weasly-Zwillinge, nichts dergleichen. Nur ganz am Anfang kann man kurz schmunzeln über einen Zaubertrick, der Harry vervielfältigt.

Sonst ist der Film durchwegs düster. Das halbwüchsige Heldentrio behauptet sich einmal mehr, obwohl sogar Harrys Zauberstab in die Brüche geht. Der Kampf muss weitergehen. Schliesslich kommt 2011 noch ein Potter-Film auf uns zu. (rb)

«Box-Office»-Beitrag von SF

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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