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19.07.2010

Film-Tipp: Der andere ist auch ich

Der Engländer Duncan Jones schafft mit «Moon», was dem Schweizer Ivan Engler mit «Cargo» nicht gelang: ein günstiger Sciencefiction-Film, der nicht nur cool aussieht, sondern auch eine packende Story erzählt. Kein Wunder, hat «Moon» schon über ein Dutzend Preise eingeheimst.

Astronaut Sam Bell (Sam Rockwell) begegnet auf dem Mond seinem eigenen Klon. (Xenix)

Astronaut Sam Bell (Sam Rockwell) arbeitet für Lunar Industries auf dem Mond. In zwei Wochen ist sein dreijähriger Aufenthalt vorbei. Dann kann er endlich wieder auf die Erde zu Frau und Kind.

Auf der Mondbasis, wo die primäre Energiequelle der Erde abgebaut wird, hat er niemanden, mit dem er reden kann, ausser dem Roboter Gerty (Stimme: Kevin Spacey). Je nach Stimmungslage zeigt der Bildschirm des Roboters ein anderes Emoticon.

Doppelter Astronaut
Doch dann verschlimmert sich Sams Gesundheitszustand zusehends. Auf einer Routinefahrt über die Mondoberfläche hat er einen Unfall. Als er in der Station wieder aufwacht, hat er keine Ahnung, wie er dorthin kam.

Plötzlich steht ein jüngerer und gesunder Sam vor ihm, der behauptet, denselben Dreijahresvertrag zu erfüllen, aber gerade erst angefangen zu haben. Schnell dämmert dem Kranken, dass wohl nicht nur der andere, sondern auch er selber ein Klon ist.

Kultiger Sciencefiction-Film
Duncan Jones inszeniert das Ganze teils in klaustrophobischer Enge, teils in überirdischer Schönheit. Und Sam Rockwell liefert in der Doppelrolle die Leistung seines Lebens. Zudem zitiert sich der intelligente Sciencefiction-Film munter durch die Filmgeschichte.

Die Raumstation erinnert an «Solaris» (1972), der Roboter an «2001» (1968), dessen Name Gerty geht einerseits auf das kleine Mädchen aus «E.T.» (1982) zurück, anderseits auf «Gertie the Dinosaur» (1914), einen der ersten Trickfilme überhaupt. (rb)

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Die Kritik des Filmexperten Reto Baer
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