Film-Tipp: Kalorienbomben fallen vom Himmel
Der Erfinder Flint Lockwood lässt Cheeseburger regnen. (Walt Disney)
Flint Lockwood lebt auf der Insel Affenfels mit seinem Vater. Der möchte, dass Flint in seinem Laden für Anglerbedarf arbeitet, doch Flint heckt lieber neue Erfindungen aus. Bloss münden seine Ideen regelmässig in Katastrophen. Auch sein neuster Geniestreich, eine Maschine, die Wasser in Nahrungsmittel verwandelt, scheint ein Flop zu sein. Beim Testlauf schiesst sie wie eine Rakete davon. Doch wenig später regnet es Cheeseburger, so dass aus Affenfels Schlaraffenfels wird. Die Bewohner, die sich hauptsächlich von Sardinen ernähren, sind begeistert. Und der Bürgermeister wittert das ganz grosse Geschäft. Einzig Flints Vater findet den Food-Regen unnatürlich.
Gefundenes Fressen
Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Die Maschine in den Wolken dreht völlig durch und lässt eine Überproduktion von überdimensionalen Nahrungsmitteln auf die Erde regnen. Da werden ganze Häuser unter Pfannkuchen oder Glacébergen begraben. Ein gefundenes Fressen für die junge Wetterfee Sam Sparks. Sie heisst nicht nur Sparks, zwischen ihr und Flint sprühen tatsächlich bald Funken. Aber zuerst muss der Erfinder seine Heimatinsel vor den drohenden Kalorienbomben retten.
Fleischbällchen-Hagel in 3D
Der Computeranimationsfilm aus dem Hause Sony Columbia lebt von einer witzigen Story, die zwischendurch ähnlich durchknallt wie Flints Food-Maschine. Aber genau die surrealen Elemente sind es, die «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» von altbackenen Disney-Filmen unterscheidet. Zwar werden nach wie vor traditionelle Trickfilm-Botschaften wie «Papa hat immer recht» oder «Gier ist schlecht» transportiert, aber bunt garniert mit skurrilen Gags ist das durchaus geniessbar. Erst gegen Schluss wird der gigantische Nahrungsregen samt Fleischbällchen-Hagel etwas viel, so dass sogar die Augen hinter den 3D-Brillen durchdrehen. Begeistert lachende Kinder dürften indes diese Aussage eines Erwachsenen ziemlich rasch wieder pulverisieren.
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