Film-Tipp: Fliegendes Baby
Ricky ist auf den Schrank geflogen (Filmcoopi)
Katie (Alexandra Lamy) und Paco (Sergi Lopez) verlieben sich ineinander. Auch wenn Katies Tochter Lisa (Mélusine Mayance) Mamas neuem Liebhaber gegenüber anfangs etwas misstrauisch ist, zieht er doch bald bei den beiden ein. Katies Glück scheint vollkommen, als ihre Liebe mit der Geburt eines süssen, blauäugigen Jungen gekrönt wird. Das ist Ricky.
Doch als Katie eines Tages auf Rickys Rücken Blutergüsse entdeckt, verdächtigt sie Paco, das Kind geschlagen zu haben. Wutentbrannt sucht der das Weite. Kurz darauf entdeckt Katie, dass Ricky Flügel wachsen. Sie hat Paco also zu unrecht verdächtigt.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass sich das Phantastische weder auf einem fernen Planeten noch in einer Parallelwelt ereignet, sondern mitten im Alltag einer ganz normalen Familie. Plötzlich ist da ein Baby, das fliegen kann. Ein Baby, das nicht nur schöne blaue Augen, sondern auch hübsche braune Flügel hat.
Augenzwinkernd schildert der Regisseur François Ozon, was passiert, wenn die Existenz des geflügelten Wunderkinds bekannt wird. Er fragt sich aber auch, ob Wunder nicht ihren Zauber verlieren, sobald sie medial verbreitet werden. Wie Ozon, Regisseur von Filmen wie «8 Femmes» und «Swimming Pool», das Baby in Szene setzt, ist allerdings durchaus wunderbar.
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