Neuverteilung von Geldern im Skisport
Von Sportredaktor Marcel Melcher
Die Bilanz von Swiss Ski zu den olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver ist gemischt. So erfolgreich die alpinen Skirennfahrer waren, so erfolglos waren die Snowboarder. Unter diesen Vorzeichen beginnt nun im Verband das Feilschen darum, welche Disziplin in Zukunft wie viel Geld erhalten soll. Rund 31 Millionen Franken gilt es zu verteilen.
Gestärkte Sponsoring-Position
Die starken Resultate der Athletinnen und Athleten in Vancouver stärken sicherlich die Sponsoring-Position von Swiss Ski. Da aber die verfügbaren Werbeflächen bereits vergeben sind, ist für Verbandspräsident Urs Lehmann der Sponsoring-Markt ziemlich ausgereizt. «Grosse Sprünge sind hier nicht mehr machbar.»
Höhere Ansprüche verschiedener Sportarten
Besonders die erfolgreichen Sportarten erwarten nun, stärker finanziell unterstützt zu werden. Ihre Ansprüche seien zu Recht gestiegen, sagte Lehmann gegenüber Schweizer Radio DRS. Schliesslich wolle man auch dort investieren, wo man Erfolg habe.
Löwenanteil für alpine Skirennfahrer
Bisher beanspruchten die alpinen Skirennfahrer den grössten Teil der Gelder. Sie dürften weiterhin am meisten Geld beanspruchen. Doch Swiss Ski will über die Bücher gehen und überprüfen, wer wie viel von den 31 Millionen Franken erhalten soll.
Die Neuverteilung wird bei Swiss Ski minutiös und systematisch angegangen. Einfluss auf die Bewertung haben laut Lehmann Faktoren wie «Verkaufbarkeit, der Stellenwert einer Disziplin, das Potential der Athleten». Das seien zahlreiche Faktoren, die von verschiedenen Experten beurteilt würden.
Aufgrund dieser Beurteilungen stellen dann Langläufer, Skispringer, Boarder oder Skicrosserinnen ihre Anträge an das Präsidium von Swiss Ski. Dieses entscheidet dann über die Neuverteilung der Gelder.
«Es ist ganz klar, ein Luxusproblem. Wenn man aber ein Sportlerherz hat, dann ist es ein sehr unangenehmes Problem», sagte der ehemalige Abfahrtsweltmeister und heutige Präsident von Swiss Ski, Urs Lehmann. (melm/bat)
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