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Montag, 6.7.2009

Spürbare Zunahme von Sozialfällen erwartet

In den grossen Deutschschweizer Städten ist die Zahl der Sozialhilfefälle letztes Jahr gesunken - zum dritten Mal in Folge. Doch für dieses Jahr rechnen die Städte mit einer deutlichen Zunahme.

Die gute Wirtschaftslage 2008 habe dazu beigetragen, die Zahl der Sozialhilfebezüger in acht grossen Deutschschweizer Städten um durchschnittlich sieben Prozent zu senken. Dies gab die die Städteinitiative Sozialpolitik bekannt. Für die nächsten beiden Jahre müsse aber mit einer deutlichen Zunahme gerechnet werden.

Grösster Rückgang in Luzern
Am deutlichsten war die Abnahme letztes Jahr in Luzern, wo die Zahl der Bezüger um 20,4 Prozent abnahm, gefolgt von Uster mit knapp 17 Prozent. Auch in Winterthur, Basel und Bern brauchten deutlich weniger Menschen Sozialhilfe.

Weniger Rückgang im Osten
In Schaffhausen und Zürich nahm die Zahl der Sozialhilfebezüger um etwas mehr als ein Prozent ab. Die Stadt St. Gallen hingegen verzeichnete gar einen Anstieg an Bezügern um 5,4 Prozent.

Kosten für Sozialhilfe gesunken
Der Rückgang der Bezüger machte sich auch im Budget der Städte bemerkbar. Die untersuchten Städte mussten im Schnitt 5 Prozent weniger für die Existenzsicherung aufwenden als noch 2007. Hauptgrund für den Rückgang ist die gute Konjunkturlage im letzten Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 1,6 Prozent.

Deutliche Zunahme in den nächsten Jahren
Wegen der Wirtschaftskrise rechnet die Städteinitiative mit einem «spürbaren» Anstieg der Sozialhilfefälle. Für dieses Jahr müsse mit einer Zunahme von bis zu 20 Prozent gerechnet werden - für 2010 seien gar 30 Prozent denkbar. Bereits heute würden mehrere Städte einen erhöhten Zulauf feststellen, sagte der Präsident der Städteinitiative Sozialpolitik, Ruedi Meier. (bat, sda/ap)

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Eine schwierige Situation für die Städte. (Elmar Plozza, 6.7.2009)
Hören (3:12)

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  • Sozialpolitik

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