Deutschland trauert um Amoklauf-Opfer
Trauerfeier für die Amoklauf-Opfer. (Reuters)
In einer bewegenden Feier haben sich in der Katholischen Kirche St. Karl Borromäus 900 Trauergäste gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler von den 15 Menschen verabschiedet, die der 17-jährige Tim K. am 11. März erschossen hatte.
Fahnen in Deutschland auf Halbmast
Tausende weitere Trauernde vor Grossleinwänden in Winnenden sowie Millionen Fernsehzuschauer verfolgten den Gottesdienst, an den sich ein Staatsakt anschloss.
In ganz Deutschland wehten die Flaggen an öffentlichen Gebäuden als Zeichen der Anteilnahme und des Zusammenhalts auf Halbmast, in Baden-Württemberg läuteten eine Viertelstunde vor dem Gottesdienst alle Kirchenglocken.
Bewegende Trauerfeier
Zu Beginn der Feier, an der neben Merkel und Köhler auch Aussenminister Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Günther Oettinger, die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen sowie weitere Spitzenpolitiker teilnahmen, wurden die Namen der 15 Opfer verlesen.
Nach dem Verlesen jedes einzelnen Namen trugen Schüler eine Kerze nach vorne, entzündeten sie und stellten sie zusammen mit einer gelben Rose auf dem Altar ab.
Eltern der Opfer fordern Verbot von Gewalt-Spielen
Bei dem Amoklauf am 11. März hatte der 17-jährige Tim K. zunächst in der Albertville-Realschule 12 Menschen und anschliessend auf der Flucht drei weitere Personen und dann sich selbst erschossen.
Vor der Trauerfeier hatten die Eltern von fünf getöteten Schülerinnen in einem Offenen Brief eine Verschärfung des Waffenrechts, ein Verbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen und mehr Jugendschutz im Internet gefordert. (pet, ap)
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