Unklarheit über Amoklauf-Ankündigung im Internet
Es sei weiterhin unklar, ob es sich bei der in einem Internet-Chat gefundenen Ankündigung um eine nachträglich eingestellte Fälschung handelt, so die Polizei. «Wir wissen es noch nicht definitiv», hiess es.
Gute Argumente für die Echtheit
Für die Echtheit spreche, dass zwei unabhängige Zeugen die Meldung Stunden vor der Tat gelesen und kommentiert hätten, dagegen spreche unter anderem das Dementi des Server-Betreibers in den USA. Auf dessen Server solle nun die IP-Adresse des Absenders der Botschaft und das Einstelldatum ermittelt werden.
Nicht auf dem Rechner des 17-Jährigen
Der Polizei zufolge ist der Rechner des Täters von der Kriminaltechnik inzwischen komplett ausgewertet worden. Demnach stehe fest, dass die angebliche Ankündigung nicht auf dem Rechner des Jungen verfasst wurde.
Der Täter habe seinen PC in der Nacht auf Mittwoch um Mitternacht ausgeschaltet. Es könne bislang aber noch nicht ausgeschlossen werden, dass er die Botschaft, die nach bisherigen Erkenntnissen gegen 02.45 Uhr im Forum krautchat.net eingestellt wurde, von einem anderen PC aus versandt hat.
Amoklauf forderte 16 Tote
Der 17-järige Schüler hatte am Mittwoch insgesamt 15 Schüler, Lehrer und weitere Personen umgebracht und sich, nachdem er von der Polizei gestellt und angeschossen wurde, selber gerichtet. (pet, sda)
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