Schweizer Zittersieg gegen Norwegen
Raffaele Sannitz erzielt das dritte Tor für die Schweiz. (Reuters)
Das Eishockey-Nationalteam errang trotz einer gar nicht guten Leistung gegen Norwegen den ersten Sieg im Olympia-Turnier. Die Schweizer verspielten drei Führungen und siegten erst in der Overtime mit 5:4.
Achtelfinal am Dienstag
Romano Lemm erzielte nach 62:28 Minuten auf Vorarbeit von Sandy Jeannin das entscheidende Goal. Auch der späte Sieg war von immenser Bedeutung. So retteten die Schweizer zumindest Platz 9 nach der Vorrunde. Vielleicht reichen die drei Punkte auch noch zu Platz 7 oder 8.
Gegner im Achtelfinal vom Dienstag wird aber mit grosser Wahrscheinlichkeit der Sieger des Spiels Deutschland gegen Weissrussland sein. Hätten die Schweizer gegen Norwegen verloren, wäre der Gegner vom Dienstag sogar die Slowakei oder Russland gewesen.
Ordnung und Disziplin fehlten
Die Leistung der Eisgenossen fiel gegenüber dem Kanada-Spiel markant ab. Es fehlte an Ordnung und Disziplin. Die Norweger führten im zweiten Abschnitt 2:1. In der 51. Minute beklagten sie durch Verteidiger Tommy Jakobsen noch einen Pfostenschuss.
Dabei hatte für das Team von Ralph Krueger alles optimal begonnen. Die Schweizer zündeten ein Startfurioso: Thierry Paterlini vergab die erste Grosschance und Hnat Domenichelli scheiterte mit einem Penalty, noch ehe die erste Minute um war.
Sieg nur mit grosser Mühe
Julien Sprunger brachte nach 63 Sekunden mit der dritten Chance die Schweizer in Führung. Doch der frühe Vorsprung verlieh nicht Sicherheit. Wenig später musste Thierry Paterlini nach einem Stockfoul für vier Minuten auf die Strafbank, womit der Startschwung endgültig verloren ging.
In der Folge knorzten sich die Schweizer zum Sieg. Immerhin verloren sie, als sie 1:2 in Rückstand gerieten, nicht auch noch die Ruhe. Roman Wick und Raffaele Sannitz kippten mit sehenswerten Goals das Spiel.
Nun nach vorne schauen
Das vierte Schweizer Tor erzielte Severin Blindenbacher im Schlussabschnitt in Überzahl. Zum Sieg reichte auch der dritte Vorsprung aber noch nicht aus, auch weil Jonas Hiller (vier Gegentore aus den ersten 19 Torschüssen) nicht seinen besten Tag erwischte.
Immerhin bleiben dem Team zweieinhalb Tage, um vor dem Achtelfinal auf den richtigen Pfad zurückzufinden. Ralph Krueger betonte vor dem Olympiaturnier immer, dass es in den ersten drei Partien darum gehe, das Spiel 4 vorzubereiten, das es dann unbedingt zu gewinnen gilt. (pet, si)
Mehr zu den Stichwörtern:
