US-Doppelsieg in Frauen-Abfahrt
Olympiasiegerin in der Abfahrt: Lindsey Vonn jubelt im Zielraum. (Reuters)
Lindsey Vonn, die grosse Dominatorin der Saison, setzte sich auch bei der Olympia-Abfahrt durch. Die 25-Jährige war tief bewegt am «besten Tag meines Lebens».
Vonn siegte vor ihrer Landsfrau Julia Mancuso und Elisabeth Görgl aus Österreich. Vonns vermeintlich schärfste Rivalin, die Deutsche Maria Riesch, verlor über zwei Sekunden und wurde nur Achte.
Durchzogene Bilanz der Schweizerinnen
Die Schweizerinnen vermochten nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Einzig Fabienne Suter konnte einigermassen überzeugen.
Die Schwyzerin klassierte sich trotz etlicher Patzer als Beste ihres Teams auf Platz fünf. Dennoch war Suter nicht zufrieden: «Ich bin sehr enttäuscht, es wäre eindeutig mehr dringelegen. Aber ich habe noch Chancen in anderen Rennen.»
Schrecksekunde für Gisin
Für einen Schreckmoment sorgte Dominique Gisin: Sie stürzte nach solider Fahrt kurz vor dem Ziel bei über 100 km/h und zog sich neben kleineren Blessuren eine Hirnerschütterung zu.
Die Engelbergerin sprang beim letzten Sprung an die 50 Meter weit, landete leicht verdreht und stürzte. Gisin schlitterte den ganzen Hang hinunter bis in den Zielraum, wo sie sich zunächst ein paar Minuten vom Schock erholen musste, bevor sie sich aus eigener Kraft zur ärztlichen Untersuchung begab.
Nadia Styger, die nach dem Sturz von Gisin nach einem Unterbruch von rund 15 Minuten startete, verpatzte ihr Rennen im oberen Teil und wurde Zwölfte. Nadia Kamer zeigte eine enttäuschende Vorstellung und kam nicht über Rang 17 hinaus.
Rennen durch schwere Stürze geprägt
Die Abfahrt musste immer wieder unterbrochen werden, Grund dafür waren schwere Stürze. Mit Anja Pärson stürzte eine weitere Favoritin schwer. Die Schwedin konnte ihren hohen und weiten Sprung nicht kontrollieren und kam an der gleichen Stelle wie Gisin zu Fall. Laut einer ersten Untersuchung kam sie ohne gröbere Verletzung davon. (haem/acd, si/sf)
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