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Mittwoch, 17.2.2010

Eishockey-Nati verliert erstes Olympia-Spiel

Die Schweizer Eishockey-Nati ist mit einer Niederlage in das olympische Turnier gestartet. Gegen die USA verlor sie das Auftaktspiel 1:3. Den Ehrentreffer erzielte Roman Wick in der 50. Minute.

Roman Wick (l.) landet den ersten und einzigen Treffer für die Schweiz. (Keystone)

Vancouver 2010

Die wichtigste Goldmedaille für Kanada

Für die Eishockey-Fans unter den Kanadiern haben die Olympischen Winterspiele eigentlich erst gestern richtig begonnen, mit dem ersten Eishockeymatch der kanadischen Nationalmannschaft.

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«Es war nicht der perfekte, aber ein guter Start für uns. Wir konnten physisch absolut mithalten und waren auch mit dem Tempo nicht überfordert», sagte der Captain der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, Mark Streit, nach der Niederlage gegen die USA im Auftaktspiel beim olympischen Eishockey-Turnier. Jonas Hiller schlug einen deutlicheren Ton an: «Wir müssen besser spielen, wenn wir eine Chance haben wollen.»

Zu viele Fehler
Ein Exploit wäre für die Schweizer zwar möglich gewesen, doch sie machten zu viele Fehler. In der 50. Minute wurden ihre Bemühungen doch noch belohnt: Bei der erst zweiten Strafe gegen die USA lancierte Captain Mark Streit einen Angriff, Hnat Domenichelli bediente Roman Wick und vom Stock des Kloteners fand der Puck den Weg ins Netz.

Anschliessend kam noch einmal Hoffnung auf. Ganz grosse Chancen zum Anschluss erarbeiteten sich die Schweizer aber nicht mehr und so kamen die Amerikaner verdient zum ersten Sieg in der Gruppe A. Die Schweizer zeigten insgesamt eine gute Leistung, von der relativen Perfektion wie in Turin bei den Siegen gegen Kanada und Tschechien waren sie aber zu weit entfernt.

Offensiver Beginn
Angriff statt Abwarten hiess die Devise vom ersten Bully an: Die Schweizer Verteidiger - Yannick Weber, Mark Streit, Luca Sbisa - gaben allein in den ersten 45 Sekunden drei Schüsse auf den derzeit wohl «heissesten» NHL-Keeper Ryan Miller ab. Noch vor Ablauf der ersten beiden Spielminuten musste sich aber auch Jonas Hiller sechsmal auszeichnen.

Chancen nicht genutzt
Dass die Schweizer trotz des couragierten und disziplinierten Anfangs nach zwei Dritteln praktisch keine Hoffnungen mehr hatten, war zwar aufgrund des Schussverhältnisses von 22:9 für die Amerikaner logisch, aber dennoch nicht zwingend.

Im Gegenteil: Beim Stand von 0:0 hatte Hnat Domenichelli aus nächster Nähe den Führungstreffer knapp verpasst (15.) und kurz darauf brachte Thibaut Monnet den Stock nicht rechtzeitig aufs Eis, um eine Hereingabe von Andres Ambühl ins verwaiste US-Tor zu schieben (17.). Unmittelbar vor dem 0:2 durch David Backes konnte Ivo Rüthemann eine sehenswerte Vorlage von Thierry Paterlini in idealer Position nicht unter Kontrolle bringen.

Fehler der Routiniers
Die Schweizer haben nicht nur die wenigen erstklassigen Torchancen zu wenig genutzt, sie zeigten auch defensive Schwächen, die man sich gegen ein Team mit vielen NHL-Stars nicht erlauben darf.

Dem 0:1 von Jonas Hillers Klubkollege Bobby Ryan (19.) gingen eine zu kurze Abwehr mit der Hand von Raphael Diaz und ein Stellungsfehler von Routinier Martin Plüss voraus. Beim 0:2 liess sich Yannick Weber von Backes allzu leicht überlaufen und beim 0:3 brachte Sandy Jeannin die Scheibe nicht aus dem Drittel und nach dem Rebound bei Hiller kam wiederum Weber zu spät.

Auch Captain Streit ortete im Defensivbereich Steigerungspotenzial: «Wenn wir wie im zweiten Drittel die Scheibe oft nicht aus der eigenen Zone bringen, wird es gegen einen solchen Gegner natürlich schwierig.»

Nächster Gegner Kanada
Ralph Kruegers Poker, Weber derart viel Verantwortung zu übertragen, ging nicht auf. Das unbestrittene Talent aus dem Seeland beging zu viele Fehler und wurde nach einem weiteren Fehler, der eine Zweiminuten-Strafe kostete, ab der Schlussphase des zweiten Abschnitts nur noch im Powerplay eingesetzt.

Wohl noch schwieriger wird die nächste Schweizer Aufgabe. Gegen den Gastgeber ist das Krueger-Ensemble in der Nacht auf Freitag noch krasserer Aussenseiter, ehe es dann gegen Norwegen aller Voraussicht nach um das Erreichen eines möglichst guten Platzes für die «Achtelfinals» geht. (nab, sda)

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Die grössten Schweizer Medaillenhoffnungen

Vancouver 2010 - von Tag zu Tag


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