Bronze für Olivia Nobs
Olivia Nobs holte am vierten Tag die vierte Medaille für die Schweiz. (Reuters)
Olivia Nobs: «Es war ein harter Fight»
Für Olivia Nobs, deren Olympia-Teilnahme erst durch das verletzungsbedingte Out von Tanja Frieden zu Stande kam, wäre sogar noch mehr drin gelegen.
Enges Duell mit Olafsen
Im hochkarätig besetzten Final mit Weltmeisterin Helene Olafsen, Weltcup-Leaderin Maelle Ricker und der routinierten Deborah Anthonioz lag Nobs an zweiter Position, als sie in einem denkbar dummen Moment die Balance verlor und es kaum mehr über das folgende Hindernis schaffte.
Weil hinter ihr aber auch Olafsen zu Fall kam, blieb der Kampf um Bronze offen. Vor dem letzten Sprung lieferten sich Nobs und die Norwegerin ein letztes Duell, bei dem Olafsen erneut zu Fall kam und die Schweizerin ziehen lassen musste.
Den Sieg sicherte sich überlegen Maelle Ricker, die Kanada damit das zweite Gold der Heimspiele sicherte. Die Französin Deborah Anthonioz durfte sich über Silber freuen.
Bitteres Ende für starke Mellie Francon
Im Halbfinal war neben Nobs auch Mellie Francon vertreten. Die Art, wie diese trotz mehrstündiger Verzögerung des Wettkampfs die ersten drei Läufe des Tages gemeistert hatte, liess auf die vierte Schweizer Olympia-Goldmedaille der laufenden Spiele hoffen.
Sie setzte der Konkurrenz in beiden Runs der Qualifikation die schnellste Zeit vor und behielt, anders als etwa die Weltcup-Dritte Dominique Maltais, die Nerven. Francon gewann auch ihren Viertelfinal-Lauf souverän.
Im Halbfinal wurde der WM-Dritten von 2009 dann ein Verbremser zum Verhängnis. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke stellte es Francon das Brett quer - den Geschwindigkeitsverlust konnte sie nicht mehr wettmachen. Dasselbe passierte ihr auch im nicht mehr relevanten kleinen Final.
Der siebte Schlussrang war für Francon angesichts des überragenden Starts in den Wettkampftag eine herbe Enttäuschung.
Bündnerinnen ohne Glück
Glücklos blieben auch die Bündnerinnen Simona Meiler und Sandra Frei. Meier, die im ersten Durchgang der Qualifikation heftig stürzte und sich dabei glücklicherweise nur an der Lippe verletzte, schied im Viertelfinal-Lauf mit Francon als Dritte aus. «Den Start habe ich völlig verpasst», analysierte die 20-Jährige, die in der Folge nicht mehr aufholen konnte. «Ich war eigentlich nahe dran, hatte aber nicht genügend Speed zum Überholen.»
Sandra Frei fiel in ihrem Heat erst auf Rang 3 zurück und dann in den Fangzaun neben der Strecke. «Ich flog zu weit, weil ich zu wenig aktiv war», ärgerte sich Frei über den verpatzten Auftritt in der ersten K.o.-Runde. Für Meiler endete das Rennen im neunten Rang, Frei wurde Elfte. (bat, sf)
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