Défago ist Olympiasieger - Cuche 6.
Der Walliser Didier Défago ist Abfahrts-Olympiasieger 2010. (Keystone)
In einem spannenden Abfahrtsrennen war der Schweizer Didier Défago der Schnellste. Mit 7 Hundertstel Sekunden Vorsprung gewann er das Rennen in Whistler Mountain vor dem Norweger Aksel Svindal. Nur knapp dahinter folgt mit einem Rückstand von zwei weiteren Hundertsteln der US-Amerikaner Bode Miller.
Knapp qualifiziert - Gold geholt
Défago hatte sich in der internen Ausscheidung erst als letzter Schweizer Rennfahrer für das Olympia-Rennen qualifizieren können. Letztes Jahr brillierte der Walliser mit Siegen bei den Abfahrts-Klassikern am Lauberhorn und in Kitzbühel. An der WM in Val d'Isère kurz darauf ging er aber leer aus. Nun hat sich der 32-Jährige aus Morgins revanchiert und gewinnt Olympia-Gold.
Défago ist nach Bernhard Russi (1972 in Sapporo) und Pirmin Zurbriggen (1988 in Calgary) erst der dritte Abfahrts-Olympiasieger aus der Schweiz.
Gute Fahrt von Cuche
Auch Topfavorit Didier Cuche fuhr ein gutes Rennen: Bei der letzten Zwischenzeit lag er nur gerade sechs Hundertstel hinter Défago zurück. Bis ins Ziel verlor er dann aber drei Zehntel Sekunden, was in dem knappen Rennen mit sehr kleinen Abständen nur mehr für den sechsten Rang reichte.
Entsprechend enttäuscht zeigte sich der 35-jährige Neuenburger zunächst im Zielraum. Schliesslich freute er sich beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen aber doch über den Sieg seines Kollegen Défago. Er freue sich nun auf die weiteren Rennen, noch sei nichts verloren, sagte der Neuenburger.
Janka 11., Hoffmann 23.
Carlo Janka, der in den beiden Trainingsläufen mit der Piste nicht zurecht kam, verlor 0,71 Sekunden auf Défago und klassierte sich auf dem elften Platz, der vierte Schweizer, Ambrosi Hoffmann, büsste 1,71 Sekunden ein und wurde 23. (pet, si)
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