Genfer Treffen berät Finanzierung der Klimapolitik
Vertreter aus 45 Ländern haben in Genf über die langfristige Finanzierung der Klimapolitik beraten. Ziel der Gespräche sei es, offen über das für die Klimaverhandlungen zentrale Thema zu reden, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger in seiner Eröffnungsrede.
Nach Leuenbergers Worten soll das Treffen dazu beitragen, mit Blick auf die Finanzierungsfrage ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und einen Konsens zu finden. Entscheide würden keine gefällt. Die Gespräche finden auf Einladung Mexikos und der Schweiz statt.
«Finanzen sind Voraussetzung für Erfolg»
«Wir alle wissen, dass die Verminderung und die Bewältigung des Klimawandels namhafte finanzielle Mittel beanspruchen wird», sagte Leuenberger. Geregelte Finanzen seien deshalb eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Weltklimagipfels in Mexiko.
Unter anderem wollen die Staaten darüber reden, woher das Geld kommen soll, wie ein neuer Klimafund aussehen und wie der Zugang und die Verteilung des Geldes geregelt werden könnte. Leuenberger präsidiert die Gespräche zusammen mit der mexikanischen Aussenministerin Patricia Espinosa.
Uno erinnert an Zusagen aus Kopenhagen
Vor Beginn der Vorbereitungskonferenz erklärte die Leiterin des Uno-Klimasekretariats, Christina Figueres, die Uno erwarte ungeachtet der Finanzkrise eine den Entwicklungsländern zugesagte Anschubfinanzierung für den Klimaschutz. Die Ausstattung der Entwicklungsländer sei der Schlüssel für Fortschritte.
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen hatten die Staaten vereinbart, dass die reicheren den Entwicklungsländern kurz- und langfristig Geld überweisen, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Als Anschubfinanzierung sollen 30 Milliarden Dollar aufgebracht werden. Bis 2020 sollen es sogar 100 Milliarden Dollar im Jahr sein.
Nächste Verhandlungsetappe ist im Oktober in Tianjin (China). Ende November kommt es dann im mexikanischen Cancún zur 16. Konferenz der Mitgliedsstaaten der Uno-Klimakonvention. (ank, sda/afp/dpa)
