Geschäfte in Christchurch wieder offen
Neuseelands Premierminister John Key (r.) zieht es vor, in Christchurch zu bleiben. Hier neben dem Bürgermeister von Christchurch Bob Parker. (Reuters)
Das Geschäftsviertel von Christchurch kommt langsam wieder auf Touren, die Läden sind wieder geöffnet. Dies obwohl schwere Nachbeben erneut die rund 350'000 Einwohner zählende Stadt auf der Südinsel Neuseelands erschütterte.
Instabile Gebäude nun ganz zerstört
Mehr als ein Dutzend Nachbeben wurden dem Überwachungszentrum zufolge in der Nacht zum Dienstag gezählt, zwei davon erreichten die Stärke 5,4. Der Bürgermeister von Christchurch sagte, die Nachbeben beschädigten bereits instabil gewordene Gebäude weiter.
Die Behörden mussten 70 Menschen umquartieren, die nach dem Hauptbeben in einer nun als nicht mehr sicher geltenden Schule untergebracht worden waren. Es müsse für den Verlauf der gesamten Woche mit Nachbeben von bis zu 6,0 gerechnet werden, warnte das Zivilschutzministerium.
Wieder Strom
Trotzdem kehrte im Stadtzentrum Schritt für Schritt Normalität ein. Das Geschäftsviertel wurde wieder geöffnet. Die Stromversorgung funktioniere wieder, auch seien Strassen- und Eisenbahnverbindungen intakt, teilte das Zivilschutzministerium mit.
Die Polizei warnte, trotz der Freigabe von Gebäuden und Strassenzügen sollten die Menschen wachsam bleiben. Anwohner der betroffenen Stadtteile sollten weiterhin ihr Wasser abkochen, das wegen beschädigter Kanalisationsrohre verseucht sein könnte.
Häftlinge umquartiert
Durch das Beben wurden 100'000 Gebäude beschädigt. Der Stadtrat kündigte an, einige müssten abgerissen werden. Darunter ist auch ein siebenstöckiges Bürogebäude von 1906, das erste Hochhaus der Stadt.
In einer östlichen Vorstadt wurden Häftlinge aus einem Gefängnis in Sicherheit gebracht, weil das Beben die Wasserversorgung der Feuerlöschanlage beschädigt hatte.
Premierminister sagt Treffen mit der Queen ab
Premierminister John Key sagte ein Treffen mit der britischen Königin Elizabeth II. am kommenden Samstag in Schottland ab. Er wolle in Neuseeland bleiben, um seine Solidarität mit den Bürgern der zweitgrössten Stadt des Landes zu zeigen, sagte er. (rend, sda/afp)
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