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Dienstag, 7.9.2010

Hunderte tote Zivilisten in Mogadischu

Mehr als 230 Zivilisten sind in den letzten zwei Wochen in Somalias Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Regierungstruppen und radikalislamische Aufständische bekämpfen sich.

Truppenmitglieder der Shabaab-Miliz beim Training in der Nähe von Mogadischu. (Reuters)

Somalia: 20 Jahre Bürgerkrieg

Seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 gibt es in Somalia keine funktionierende Zentralregierung. Die aktuelle Übergangsregierung kann sich gegen verschiedene Milizen nicht durchsetzen.

So kontrolliert etwa die radikal-islamistische al-Shabaab-Miliz grosse Teile des Krisenstaates am Horn von Afrika und greifen immer wieder auch die in Somalia stationierten Friedenstruppen der Afrikanischen Union an.

Mit Terror gegen die Bevölkerung und drakonischen Strafen wollen die Milizionäre einen Gottesstaat durchsetzen. Ehebrecher werden gesteinigt, Dieben wird die Hand abgehackt.

Die Zahl der somalischen Flüchtlinge ist nach Uno-Angaben inzwischen auf mehr als zwei Millionen gestiegen.

Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen der radikalislamischen al-Shabaab-Miliz sind in den vergangenen zwei Wochen in der somalischen Hauptstadt mindestens 230 Zivilisten ums Leben gekommen.

23'000 Menschen vertrieben
Wie eine Sprecherin des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Genf sagte, wurden mindestens 400 Menschen verletzt und 23'000 weitere aus ihren Häusern vertrieben. Das UNHCR sei angesichts der weiteren Verschlimmerung der Lage in Mogadischu «alarmiert».

Menschen fliehen aus Mogadischu
Vor der Gewalt in der somalischen Hauptstadt flohen dem UNHCR zufolge in diesem Jahr bereits 200'000 Menschen. Mittlerweile seien die Strassen in Mogadischu verwaist, hiess es weiter. Die in der Stadt verbliebenen Menschen hätten Angst, auf die Strassen zu gehen und versuchten ihre letzten Habseligkeiten gegen einen Platz an Bord von Bussen einzutauschen, die Mogadischu verlassen.

Terrornetz al-Kaida
Ende August hatte die radikalislamische Shabaab-Miliz, die sich offen zum Terrornetzwerk al-Kaida bekennt, eine Offensive gegen die Regierungstruppen und die Soldaten der Friedensmission der Afrikanischen Union gestartet und dabei weitere Teile Mogadischus unter ihre Kontrolle gebracht.

Seit fast zwei Jahrzehnten herrscht in Somalia Bürgerkrieg, die derzeitige Regierung des ostafrikanischen Landes hält sich nur mit Mühe an der Macht. (rend, sda/afp)

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Dienstag, 24.8.2010

Zahlreiche Tote nach Rebellenangriff in Mogadischu

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Terroristen eine Offensive gegen die Regierung von Präsident Scheikh Sharif Ahmed durchgeführt. Die meisten Toten forderte ein Anschlag auf ein Hotel.   Mehr


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