Nordkorea bittet nach Überschwemmungen um Hilfe
Nach Überschwemmungen hat Nordkorea von Südkorea die Lieferung von Reis, Zement und Baumaschinen erbeten. Das erklärte das Vereinigungsministerium in Seoul. Die Regierung in Seoul werde die Bitte Nordkoreas überdenken.
Das südkoreanische Rote Kreuz hatte vergangene Woche die Lieferung von Medikamenten, Lebensmittel und Dingen für den täglichen Bedarf im Wert von 6,6 Millionen Dollar angeboten. Der Norden habe daraufhin konkrete Wünsche geäussert, erklärte das Ministerium weiter.
Not nach Überschwemmungen
Im August waren im Grenzgebiet zu China Flüsse über die Ufer getreten und hatten Felder und Wohnhäuser im Nordwesten Nordkoreas überflutet. Staatliche Medien berichteten, die Region sei schwer getroffen worden. Tausende von Menschen hätten evakuiert werden müssen.
Das genaue Ausmass der Schäden ist aber nicht bekannt. Beobachter fürchten, dass das Hochwasser die Lebensmittelknappheit in dem kommunistischen Staat weiter verschärft.
Angespannte politische Beziehungen
Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März wieder deutlich verschärft. Südkorea macht das kommunistische Nachbarland für den Untergang verantwortlich, bei dem 46 Seeleute getötet wurden. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung in den Zwischenfall.
Zudem hatte Nordkorea ein Fischerboot samt Mannschaft aufgebracht. Am Montag teilte die Regierung in Pjöngjang mit, das Boot mit sieben Besatzungsmitgliedern «aus humanitären Gründen» in den Süden zurückzuschicken. Die Fischer hätten zugegeben, in der exklusiven Wirtschaftszone Nordkoreas illegal gefischt zu haben.
Südkoreanische Medien brachten die Entscheidung Pjöngjangs mit der erhofften Fluthilfe in Verbindung. (bat, sda/dapd)
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