Anhaltende Kälte lässt Drähte des TCS heisslaufen
Die Hilfe des TCS' ist wegen der anhaltenden Kälte sehr gefragt. (Keystone)
Es bleibt frostig in ganz Europa. Plusgrade sind vorerst nicht in Sicht. Die Kältewelle in Europa treibt den Preis für Heizöl nach oben. Auch Osteuropa leidet weiter unter Eis und Schnee. Mehr
Der klirrend kalte Februar sorgt für eine Rekordzahl von Anrufen bei der Einsatzzentrale der Patrouille TCS. Von Freitag, 3. Februar bis Dienstag, 7. Februar, gingen über 42'000 Anrufe ein.
Gegenüber einem normalen Wintertag mit rund 1300 Anrufen entspricht dies einer Steigerung um das 6-fache. Sowohl bei der Einsatzzentrale als auch der Patrouille TCS wurde das Personal verstärkt, um die Hilfeleistung sicherzustellen. Der TCS rechnet auch in den kommenden Tagen mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl von Anrufen.
Batteriepannen und eingefrorene Türschlösser
Hauptursachen waren vor allem Batteriepannen aber auch eingefrorene Türschlösser und festgefrorene Handbremsen. Der TCS erinnert daran, dass Batterien bei minus 20 Grad Celsius nur noch über die Hälfte ihrer Leistung verfügen.
Der TCS rät Automobilisten vor Anlassen des Motors, Stromfresser wie Sitzheizung, Aussenspiegel- und Heckscheibenheizung auszuschalten.
Keine wärmeren Temperaturen in Sicht
Die Kälte hat die Schweiz weiterhin fest im Griff. Nur in den Bergen gab es einen «Wärmeschub», wobei dieser zu relativieren ist. Da die Temperaturen in der Höhe in der Nacht auf Mittwoch in 24 Stunden stellenweise über 20 Grad angestiegen sind, spricht SF Meteo bereits von einer «massiven Erwärmung». Aber bei Temperaturen von noch immer bis zu minus 24 Grad (Meteomedia-Station Glattalp im Kanton Schwyz), ist der Begriff «Wärme» verwegen.
Zu den Orten, an denen die Temperatur in einem Tag im zweistelligen Bereich anstieg, gehören beispielsweise Zermatt, der Sustenpass, der Grimselpass und der Säntis. Deutlich wärmer wird es indes nicht: Bereits ab Donnerstag wird wieder kältere Luft erwartet.
Bise lässt Temperaturen kälter erscheinen
Im Flachland zeigte das Thermometer am Mittwochmorgen noch immer Temperaturen um minus 10 Grad an. Das ist laut SF Meteo zwar 4 bis 10 Grad weniger kalt als am Tag zuvor, doch davon ist wegen der Bise kaum etwas zu spüren. Wegen des kalten Windes aus dem Norden fühlen sich die Temperaturen tiefer an, als sie tatsächlich sind.
Problem im Schienenverkehr
Wer am Mittwoch früh im Zug von Brünig-Hasliberg nach Meiringen fahren wollte oder umgekehrt, musste sich mit Geduld wappnen: Die Bahnverbindung war am Vormittag vorübergehend unterbrochen, wie die Zentralbahn mitteilte. Grund für den Streckenunterbruch war eine vereiste Weiche. (basn, sda)
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