Erleichterung am Golf von Mexiko
Auf der Plattform Vermillion 380 A konnte das Feuer gelöscht werden. (Keystone)
Stunden nach einer neuen Explosion auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko hat es keine Hinweise auf einen Ölaustritt ins Meer gegeben. Bei Untersuchungen von Schiffen und Booten aus hätten sich keine «sichtbaren Zeichen» von Öl gefunden, versicherte ein Sprecher der US-Küstenwache. Die Unfallstelle werde aber weiter beobachtet.
Alle Arbeiter in Sicherheit
Der Sprecher teilte weiter mit, das Feuer, das nach der Explosion auf der Plattform ausgebrochen war, sei gelöscht worden. Alle 13 Arbeiter auf der Plattform hätten den Unfall «ohne ernste Verletzungen» überstanden. Sie seien vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht worden.
Nah bei «Deepwater Horizon»
Der Unfall auf der Plattform «Vermillion 380 A» ereignete sich etwa 140 Kilometer von der Küste Louisianas und gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform «Deepwater Horizon» explodiert war.
Damals starben elf Menschen, schätzungsweise 660'000 Tonnen Öl strömten ins Wasser, bevor das Leck in rund 4000 Metern Tiefe geschlossen und sukzessive abgedichtet werden konnte. Damit war es die bislang schwerste Ölpest in der Geschichte der USA.
Ursache der Explosion unklar
Die Ursache der Explosion vom Donnerstag auf der Plattform «Vermillion 380 A» ist noch unklar. Die Betreiberfirma der Plattform Mariner Energy, die ihren Sitz im texanischen Houston hat, kündigte Untersuchungen an.
Das Unternehmen fördert nach Medienberichten in der Region vor der Küste Louisianas Rohöl und Erdgas aus insgesamt sieben Bohrlöchern. Die Förderung sei nach der Explosion an allen Bohrlöchern gestoppt worden, teilte Mariner Energy mit.
Anders als die «Deepwater Horizon» operierte die Plattform «Vermillion 380 A» in relativ flachem Wasser, es ist nach Angaben des US-Innenministeriums nur gut 100 Meter tief. Damit könnte eine Ölpest auch weitaus leichter bekämpft werden als im Fall der «Deepwater Horizon» mit einem Leck in 4000 Meter Tiefe, erläuterten Experten. (bat, dpa)
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