Bald 10'000 Selbstanzeigen deutscher Steuersünder
Ein Vorab-Bericht des deutschen Magazins «Capitals» unter Berufung auf eine Umfrage bei allen Oberfinanzdirektionen und Finanzministerien. Demnach liegen dort bisher 9547 Selbstanzeigen deutscher Steuerbürger vor.
Diskussion um Daten-CD trägt Früchte
Täglich kämen rund 250 neue Selbstanzeigen hinzu. Ausgelöst worden war dies durch die Diskussion über den Ankauf einer Schweizer Daten-CD mit vielen Namen mutmasslicher Steuersünder aus Deutschland.
Von den Bundesländern liegt Baden-Württemberg mit 2418 Selbstanzeigen laut «Capital» an der Spitze, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 1930. Auf dem dritten Platz liegt Bayern mit 1625, auf dem vierten Hessen mit 1228 Selbstanzeigen und auf dem fünften Platz Rheinland-Pfalz mit 700.
Mehrere hundert Millionen Euro Steuern hinterzogen?
«Bei der Liechtenstein-Affäre hatten wir in Baden-Württemberg insgesamt nur 121 Selbstanzeigen», sagte Michael Grepl vom Suttgarter Finanzministerium. Jetzt seien es mehr als 20-mal so viele.
Über die Höhe der hinterzogenen Steuern, die nun verspätet doch noch fliessen werden, lässt sich vorderhand nur spekulieren. Nach Schätzungen von Steuer-Experten dürften es mehrere hundert Millionen Euro werden. (haem, dpa/ap)
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