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Sonntag, 14.3.2010

Bald 10'000 Selbstanzeigen deutscher Steuersünder

Die Zahl der in Deutschland wegen Steuerbetrugs eingereichten Selbstanzeigen kratzt die Marke von 10'000.

Ein Vorab-Bericht des deutschen Magazins «Capitals» unter Berufung auf eine Umfrage bei allen Oberfinanzdirektionen und Finanzministerien. Demnach liegen dort bisher 9547 Selbstanzeigen deutscher Steuerbürger vor.

Diskussion um Daten-CD trägt Früchte
Täglich kämen rund 250 neue Selbstanzeigen hinzu. Ausgelöst worden war dies durch die Diskussion über den Ankauf einer Schweizer Daten-CD mit vielen Namen mutmasslicher Steuersünder aus Deutschland.

Von den Bundesländern liegt Baden-Württemberg mit 2418 Selbstanzeigen laut «Capital» an der Spitze, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 1930. Auf dem dritten Platz liegt Bayern mit 1625, auf dem vierten Hessen mit 1228 Selbstanzeigen und auf dem fünften Platz Rheinland-Pfalz mit 700.

Mehrere hundert Millionen Euro Steuern hinterzogen?
«Bei der Liechtenstein-Affäre hatten wir in Baden-Württemberg insgesamt nur 121 Selbstanzeigen», sagte Michael Grepl vom Suttgarter Finanzministerium. Jetzt seien es mehr als 20-mal so viele.

Über die Höhe der hinterzogenen Steuern, die nun verspätet doch noch fliessen werden, lässt sich vorderhand nur spekulieren. Nach Schätzungen von Steuer-Experten dürften es mehrere hundert Millionen Euro werden. (haem, dpa/ap)

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