Max Frisch: Architekt, Schriftsteller, Essayist
Max Frisch - er ist der letzte grosse Schweizer Intellektuelle, der auch über das eigene Land hinaus als«Stimme breit wahrgenommen und geschätzt wurde. Seine Romane «Homo Faber» und «Stiller» sind bis heute fester Bestandteil des gymnasialen Deutschunterrichts.
Mit seinem 1950 veröffentlichten «Tagebuch 1946–49», das viele als Frischs eigentliches Hauptwerk ansehen, verhalf er der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Anschluss an das europäische Niveau.
Im Mittelpunkt seines künstlerischen Interesses stand der Einzelne, das Individuum mit seinem Identitätsproblem, seiner Selbstentfremdung und seiner zwiespältigen gesellschaftlichen Bindung. Diese Hauptthemen präsentierte Frisch durch die Brille eines skeptischen, keinen Konventionen folgenden Humanismus.
Matthias von Gunten hat nun mit dem Film «Max Frisch. Citoyen» dem Schriftsteller als wacher und neugieriger Zeitgenosse nachgespürt. Gleichzeitig erzählen wichtige Freunde und Bekannte wie Peter Bichsel, Günter Grass, Christa Wolf, Helmut Schmidt oder Henry Kissinger, wie sie Frisch und dessen Engagement erlebt haben.
