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Urs Faes

(Neva Micheva)

Früh begann der Aargauer Schriftsteller Urs Faes zu schreiben: Anfang der 1970er-Jahre, die Ausbildung zum Primarlehrer eben abgeschlossen, veröffentlichte er erste Texte in Zeitungen und Zeitschriften. Später machte sich Faes vor allem als Romanautor einen Namen. Daneben verfasste er auch Gedichte, Erzählungen, Theaterstücke und Hörspiele.

Der 1947 geborene Autor wuchs in einem stark calvinistisch geprägten Umfeld auf. Nach seiner Lehrerausbildung widmete er sich einem geisteswissenschaftlichen Studium, das er mit einer Dissertation abschloss.

Urs Faes erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Literaturpreis des Kantons Solothurn (1999) und den Einzelwerkpreis der Schweizerischen Schillerstiftung für seinen Roman «Liebesarchiv» (2008). Heute lebt er als freier Schriftsteller in Zürich und San Feliciano (Italien).


Das nominierte Buch: «Paarbildung»

Buchcover

Kurzinhalt (Klappentext):

Eigentlich ist Andreas Lüscher Unfallpsychologe. Seit er jedoch eine Stelle als Gesprächstherapeut in der onkologischen Abteilung eines Krankenhauses angetreten hat, bestimmen Vokabeln aus der Krebstherapie seinen Arbeitsalltag: Dosisfraktion, Rezidivrisiko, Paarbildung. Ihn, der lieber beobachtet als mittendrin steht, der lieber Distanz wahrt, als zu nahe zu kommen, fasziniert das Verhältnis zwischen Patient und Arzt, die Bedeutung von Kommunikation, von Worten.

Bis er eines Tages auf die Krankenakte einer Patientin stösst, deren Name ihm vertraut ist: Mit Meret Etter hat ihn vor Jahren eine intensive Liebe verbunden, sie ist eine Frau, die mitmischte bei den Zürcher Jugendunruhen, die sich beim Harfespielen selbst vergessen konnte, eine Juristin, die mit Leidenschaft gegen das Unrecht kämpfte.

Jetzt steht ihr ein Kampf ganz anderer Art bevor. Und es ist die Frage, ob die Wiederbegegnung mit Andreas Lüscher, nach sechzehn Jahren des gegenseitigen Schweigens, ihr ihre Lage erleichtert. Und ob es klug ist, wenn sich beide mit den Gründen für dieses Schweigen auseinandersetzen.

 

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WortOrt vom Donnerstag, 11.11.2010, 14.05 Uhr, DRS 1

Der Schriftsteller auf der Krebsstation

Im Auftrag des Kantonsspitals Aarau beobachtete der Autor Urs Faes Sprache und Umgang der Ärzte auf einer Krebsstation. Daraus ist der Roman «Paarbildung» entstanden, der jetzt für den Schweizer Buchpreis nominiert ist. Luzia Stettler besuchte mit dem Autor die Klinik, wo alles begann.  Mehr

Hören (28:08)Download (MP3, 12.9MB)


52 beste Bücher vom Sonntag, 26.9.2010, 11.03 Uhr

«Paarbildung» von Urs Faes

Der Psychologe Andreas Lüscher beobachtet und berät als Gesprächstherapeut Ärzte und Patienten in der onkologischen Abteilung eines Spitals. Eines Tages liegt auf seinem Pult die Krankenakte einer Patientin, deren Namen ihm vertraut ist: Mit Meret Etter hat ihn vor Jahren eine intensive Liebe verbunden. Sie engagierte sich damals bei den Zürcher Jugendunruhen, war eine kämpferische Juristin und leidenschaftliche Harfenspielerin. Die Wiederbegegnung nach langen Jahren der Trennung im Zeichen der tödlichen Bedrohung wirft die Frage auf, ob Liebe, Erinnerung und Sprache unter diesen Umständen dem Leben noch einen Sinn geben können. Der neue Roman von Urs Faes («Liebesarchiv», «Als hätte die Stille Türen», «Und Ruth») ist eine atemberaubende Geschichte um Leben und Tod.  Mehr

Hören (58:00)


Letztes Update: Dienstag, 26.10.2010

Buch-Tipp: «Paarbildung» von Urs Faes

«Paarbildung» ist ein Buch für: Erinnernde. Zwischen damals und heute liegt viel;  Groll und Traurigkeit, Unausgesprochenes - aber nicht das Vergessen.  Mehr

Hören (3:14)


Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Webseite von Urs Faes
  • Auszug aus «Paarbildung»

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Paarbildung
von Urs Faes

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Schweizer Buchpreis 2010: Vielfältig wie nie

Von der gefeierten Jungautorin bis zum Poetry Slammer waren dieses Jahr fünf Schriftsteller für den Schweizer Buchpreis nominiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten.  Mehr

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